Schwangerschaftsnebenwirkungen

Veränderungen schaffen Erleichterung

Von Andrea von Gersdorff · 2020

Im Verlauf einer Schwangerschaft kommt es häufig zu Nebenwirkungen, die von Frau zu Frau variieren. Nicht alle sind einschneidend, manche recht unangenehm, aber viele lassen sich durch Anpassungen des Lebensstils lindern.

Eine schwangere Frau wird vom Arzt abgetastet. Thema: Schwangerschaftsnebenwirkungen
Eine Schwangerschaft kann auch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Foto: iStock / Blue Planet Studio

Die Liste beginnt harmlos: Sie reicht von Rückenschmerzen, Blähungen und Juckreiz bis zu leichten Rückenschmerzen und Wadenkrämpfen. Symptome, die sich mittels Verzichts auf bestimmte Nahrungsmittel, Verwendung von Cremes und Einnahme von Mineralstoffen beheben lassen oder nach der Geburt wieder verschwinden. Auch Müdigkeit, Hitzewallungen und Verstopfung sind verbreitet, aber mit vermehrten Mittagsschläfchen, angepasster Kleidung und ballaststoffreicherer Ernährung gut in den Griff zu bekommen. 

Schwangerschaftsnebenwirkungen – echt unangenehm 

Manche Nebenwirkungen sind hingegen sehr unangenehm. Dazu zählen vor allem zu Beginn der Schwangerschaft Übelkeit und Erbrechen sowie auch eine Abneigung gegen bestimmte Gerüche oder Speisen. Gegen Übelkeit hilft oftmals, noch vor dem Aufstehen etwas zu essen sowie über den Tag verteilt mehrfach kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, diejenigen Lebensmittel zu meiden, die Übelkeit und Erbrechen auslösen. Auch frische Luft vertreibt bei vielen Frauen die Übelkeit. Nicht weniger belastend ist Sodbrennen, das eher im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt. Auch hier hilft es, öfter am Tag kleinere Mahlzeiten zu essen, gut zu kauen und auf Nahrungsmittel wie Kaffee, schwarzen Tee, Zucker, Zitrus- oder Hülsenfrüchte, die die Beschwerden verstärken, zu verzichten. Stattdessen empfehlen sich Kräutertees. Beim Schlafen hilft ein erhöhter Oberkörper, so dass der Mageninhalt nicht so leicht in die Speiseröhre fließen kann: Vor dem Schlafen sollten Schwangere mit Sodbrennen nichts mehr essen. 

Abhilfe möglich

Häufig werden auch die Augen schlechter, doch nach der Geburt kommt das Sehvermögen zurück. Nach Absprache mit dem Augenarzt kann vorübergehend eine Brille helfen. Ebenfalls werden die Augen bei vielen Schwangeren trockener, was besonders für Kontaktlinsenträgerinnen beschwerlich ist. Sie sollten solange auf eine Brille ausweichen. Auch Zahnfleischbluten tritt vermehrt auf, da aufgrund der allgemein stärkeren Durchblutung das Zahnfleisch reizbarer wird. Hier ist der Umstieg auf eine weichere Zahnbürste sinnvoll. Besonders einschränkend sind Wassereinlagerungen im Körpergewebe, sogenannte Ödeme. Sie treten meist zum Ende der Schwangerschaft vor allem an den Unterschenkeln und Füßen auf. Vorbeugen kann man ihnen durch leichte sportliche Betätigung, wobei vor allem Schwimmen oder Aqua-Fitness hilfreich sein können, weil der Wasserdruck zur Entstauung führt. Aber auch das Hochlegen der Beine, Kompressionsstrümpfe oder ein erhöhtes Fußende im Bett helfen.

Quellen:
Frauenärzte im Netz
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung​

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