Sodbrennen

Das hilft gegen das saure Aufstoßen

Von Sarah Schroth · 2018

Gans, Knödel, Bratensoße – viele Menschen haben mit Sicherheit auch beim diesjährigen Weihnachtsfest wieder Bekanntschaft mit einer der Volkskrankheiten in Deutschland gemacht: Sodbrennen. Was hilft gegen die unangenehmen Beschwerden, von denen vor allem auch Schwangere betroffen sind? Und welche Alternativen gibt es zu Säureblockern?

Mann hält sich Hände an den Bauch. Thema: Sodbrennen
Foto: iStock/Delpixart

In der Notaufnahme kommt es nicht selten vor, dass Patienten mit dem Verdacht auf Herzinfarkt eingeliefert werden. Und dann stellt sich heraus: Es handelt sich zum Glück lediglich um Sodbrennen. Grund ist ein ähnliches Symptom: das Brennen hinter dem Brustbein. Nicht umsonst ist der englische Begriff für Sodbrennen „Heartburn”, also Herzbrennen. Circa 20 Prozent der Bevölkerung in den Industrienationen sind davon betroffen, dass Magensäure die Speiseröhre emporsteigt. Fettiges Essen, Alkoholkonsum, Stress, Rauchen, Übergewicht oder die Einnahme bestimmter Medikamente können Auslöser sein.

Sodbrennen erhöht langfristig Risiko für Speiseröhrenkrebs

Wer ab und zu mal unter Sodbrennen leidet, braucht sich keine Sorgen zu machen und bekommt die Beschwerden in der Regel gut in den Griff. Die überschießende Entwicklung der Magensäure kann medikamentös durch Einnahme sogenannter Protonenpumpenhemmer oder –inhibitoren (PPI) reduziert werden, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Von einem längerfristigen Gebrauch, ohne ärztliche Absprache raten Experten allerdings ab, da Studien die PPI-Einnahme mit erhöhten Risiken für andere Erkrankungen wie Knochenbrüche, Niereninsuffizienz und Demenz in Verbindung bringen. Wer länger als drei Wochen fast durchgängig Sodbrennen hat, sollte ohnehin einen Arzt aufsuchen. Der Grund: Etwa jeder Fünfte in Deutschland leidet unter einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD), bei der eine funktionelle Beeinträchtigung des Speiseröhrenschließmuskels vorliegt. Mögliche Folgen bei Nichtbehandlung: Schädigung der Schleimhaut, Entzündungen, sogar bis hin zu Speise­röhrenkrebs. 

Ausgewogene Ernährung statt Chemie

Eine völlig unbedenkliche Alternative zu PPI ist zum Beispiel eine Ernährungsumstellung – insbesondere auch für Schwangere, die besonders häufig unter Sodbrennen leiden. Der zunehmende Druck in der Bauchhöhle und die hormonellen Umstellungen führen bei 40 bis 80 Prozent der „Mamas to be“ ab dem dritten Trimester zu einer Schwächung des „Magenpförtners“ am Ende der Speiseröhre. Nahrungsmittel, die viel Säure enthalten oder deren Produktion im Magen anregen, besser aus dem Speiseplan streichen und großzügig durch Lebensmittel, die der Säure entgegenwirken (also basische Lebensmittel), ersetzen. Statt zu Zitrusfrüchten, Kaffee, fettigem und scharfem Essen sollte man also vermehrt etwa zu Gemüse, Milch und Wasser, das viel Hydrogencarbonat enthält, greifen. So kann man durch einen ausgewogenen Säure-Base-Haushalt einer Übersäuerung des Magens oft schon prophylaktisch erfolgreich entgegenwirken.

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