Hausmittel gegen Sodbrennen

Hilfe für den sauren Magen

Von Dana Heidner · 2019

Schwangere hat mit Sodbrennen zu kämpfen.
Besonders oft sind Schwangere von Sodbrennen betroffen. Foto: iStock/AndreyPopov

Etwa jeder Fünfte in Deutschland hat einmal im Monat mit Reflux-Beschwerden zu tun. „Reflux“ heißt der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Fettige Speisen – Grillwurst und Nackensteaks lassen grüßen –, Stress, aber zum Beispiel auch eine Schwangerschaft können für die unangenehmen Symptome die Ursache sein. Es gibt jedoch einiges, was frau dagegen tun kann.

Manchmal muss es einfach schnell gehen: Die Telefonkonferenz ist gerade vorbei, die nächste Besprechung steht in einer Stunde an – mitsamt der Präsentation, die frau vorbereitet hat und nochmal kurz durchgehen will. Dabei knurrt der Magen eigentlich schon so laut. Wie praktisch, dass der Kollege angeboten hat, etwas aus dem Burgerladen mitzubringen. Der schnelle Fix beruhigt das Knurren – erstmal. Und dann fühlt es sich eine Stunde später so an, als wenn Feuer aus dem Magen hochschlägt. 

Säureblocker nur zeitlich begrenzt 

Wenn es gar zu schlimm wird, helfen gegen Sodbrennen erstmal rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke. Die sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI) sollten aufgrund möglicher Nebenwirkungen allerdings nicht über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Absprache eingenommen werden. Erscheinen die Symptome regelmäßig, also im Schnitt ein bis zweimal pro Woche, sollte ohnehin ein Termin beim Arzt gemacht werden, denn hinter den Symptomen kann auch die gastroösophageale Refluxkrankheit, kurz GERD, stecken. Sie muss behandelt werden, da sonst die empfindlichen Schleimhäute dauerhaft Schaden nehmen, wodurch sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht.

Hausmittel gegen Sodbrennen: Sanfte Alternativen ausprobieren

Ein wirkungsvoller Rat lautet: Kartoffeln. Stärke bindet Magensäure, wirkt basisch und entsäuert. Empfehlenswert ist neben dem Verzehr der gekochten Knolle – insbesondere das Wasser, in dem sie gekocht wurde. Auch Bananen können helfen: Sie besitzen Stoffe, die sich schützend über die Schleimhäute legen, genauso wie Haferschleim oder Schleim aus gekochtem Leinsamen. Basisch wirken auch Mineralien wie in der Heilerde, die zudem Giftstoffe bindet. Limonaden und Säfte sollten gemieden werden, stattdessen sind milde Mineralwasser mit Hydrogencarbonat und Tees zu empfehlen. Übrigens ist die verbreitete Ansicht, dass Milch Sodbrennen lindert, nicht richtig. Laut medizinischen Erkenntnissen neutralisiert Milch schlechter als Wasser und sorgt stattdessen für mehr Säure im Magen. Grund ist ihr hoher Proteingehalt, denn um den zu verdauen ist das Enzym Pepsin nötig – was der Körper aber nur zusammen mit Magensäure produziert.

Übrigens hat der amerikanische Neurowissenschaftler Michael Gershon von der Columbia University in New York belegt, dass die Nervenzellen im Bauch ein Abbild des Hirns sind. Die Arten der Zellen und Rezeptoren sind gleich. Da liegt es nahe, dass der Bauch mit dem Gehirn kommuniziert und umgekehrt. Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Yoga sind gut für Magen und Seele gleichermaßen – und sorgen dafür, dass der Stresspegel fällt.

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