Menstruationsprodukte

Bewusst, ohne Scham, nachhaltig

Von Nadine Effert · 2020

Menstruation, Regel, Periode, Tage: Egal, welche Bezeichnung man wählt, es wird blutig und oft schmerzhaft. Mal mehr, mal weniger. Fakt ist: Es darf mehr über die monatliche Blutung geredet werden. In puncto Umweltfreundlichkeit heutzutage sogar ein Muss.

Frau, die sich schamhaft einen Kalender vors Gesicht hält
Vielen Frauen sind die "roten Tage" im Kalender unangenehm. Foto: iStock/stefanamer

Wie viel blutest du denn so im Schnitt? Hast du schon mal Menstruationstassen ausprobiert? Welche Tampongröße verwendest du eigentlich? Das sind eher keine Fragen, die Frau bei Kaffee und Kuchen klärt. Aber, und das ist eine gute Nachricht: Der weibliche Zyklus – und alles, was dazugehört – wird nach langer Zeit der Tabuisierung und Stigmatisierung nach und nach ins Rampenlicht gerückt – wenn auch oftmals auf eine sehr direkte Art. Beispiele gefällig? 

Raus aus der Tabuzone

Im März 2015 veröffentlichte Rupi Kaur auf Instagram ein Foto von einer schlafenden Frau – mit Blut im Schritt der Hose und auf dem Bettlaken. Der Online-Dienst löschte das Foto. Die indisch-kanadische Schriftstellerin postete es erneut mit folgenden Worten: „Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich nicht das Ego und den Stolz einer frauenfeindlichen Gesellschaft füttere, die Frauen in Unterwäsche okay findet, aber nicht mit einem Blutfleck.“ Sie erntete dafür viel Zuspruch. Oder die Drummerin Kiran Ghandi, die den London-Marathon lief – mit Periode, aber ohne Tampon, ohne Binde. Der Blutfleck zwischen den Beinen ging mehr als 42,195 Kilometer, nämlich um die Welt in Form von Fotos in der Presse. Beides Mal geht es um die gleiche Message: Frauen sollten sich für etwas völlig Normales, ja Natürliches, nicht schämen müssen. Die „menstruale Revolution“ hat hierzulande jedoch erst begonnen, wie aus der Studie „Menstrual Hygiene Monitor 2019“ von Splendid Research hervorgeht: 15 Prozent fühlen sich in Gesprächen über das Thema Menstruation unwohl. Jede zehnte Frau ist der Kauf von Menstruationshygieneprodukten unangenehm. 

Mit nachhaltigen Menstruationsprodukten weg von Müllbergen

Beim Kauf greifen ganze 96 Prozent zu Einwegprodukten. Etwa 17.000 Binden und Tampons verbraucht eine Frau im Durchschnitt in ihrem Leben. Da entsteht ein ordentlicher Müllberg. Dabei finden sich in den Regalen inzwischen zahlreiche Alternativen: von Produkten aus biologisch abbaubarer Baumwolle über waschbare Stoffbinden und Perioden-Slips bis hin zu wiederverwendbaren Menstruationstassen. Bei den beiden letzten Varianten schont man übrigens nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

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