Anti-Aging-Naturkosmetik

Aus der Natur in den Tiegel

Von Nadine Effert · 2020

Trotz aller Bemühungen der Beauty-Branche rund um den Globus: Den natürlichen Alterungsprozess der Haut aufhalten, das kann (noch) keiner. Aber: Er lässt sich ausbremsen – am besten mithilfe der Natur. Denn Bio- und Naturkosmetik liegt im Trend.

Kosmetik in Fläschchen und Döschen, umrandet von Blumen. Symbolbild Naturkosmetik
Foto: iStock/Mizina

Bei Männern heißt es, sie machen ihn erst interessant. Und Frauen? Die stehen mit ihnen regelrecht auf Kriegsfuß. Die Rede ist von Falten. Werden kleinere Mimik- und Lachfältchen noch wohlwollend toleriert, hört der Spaß bei Falten, die uns müde und älter aussehen lassen, auf. „Sie sehen aber jünger aus!“, das ist ein Kompliment, das auch Frauen über 60 gerne hören. Manche sind von Natur aus mit einem jugendlichen Aussehen gesegnet. Andere haben ihre Haut früh mit der richtigen Pflege unterstützt, sich ausreichend Schlaf gegönnt oder zum Beispiel intensive Sonnenbäder gemieden. Das alles sind nämlich Dinge, die auf das Erscheinungsbild der Haut einen Einfluss haben.

Warum entstehen Falten?

Was viele nicht wissen: Auch die Haut ist ein Organ, und zwar das größte des menschlichen Körpers. Ob man will oder nicht, die Alterung der Organe ist ein Prozess, der genetisch programmiert ist. Was passiert dabei mit unserer Körperhülle? Dazu ein Blick auf die Lederhaut: Diese Hautschicht besteht primär aus Bindegewebszellen, den sogenannten Fibroblasten, und Bindegewebsfasern aus Kollagen und Elastin. Sie machen die Haut prall, den Teint frisch. Im Alter jedoch sinkt deren Anzahl. Zudem teilen sich die Zellen der Oberhaut nur noch alle 50 statt, wie in jungen Jahren, alle 27 Tage. Die Haut und das Unterhautfettgewebe werden dünner, der Wasser- und Fettgehalt nimmt ab. Auch die Versorgung der Haut mit Nährstoffen geht zurück. Die Folge: Falten. 

Was lasse ich an meine Haut?

Der Markt für Anti-Aging-Produkte boomt: Laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2019 verwenden 7,18 Millionen Frauen in Deutschland bereits ab 14 Jahren regelmäßig Antifaltencreme. Ein weiterer Trend: Ob Green Cosmetics, Natur- und Bio-Kosmetik, Free From- oder Phyto-Kosmetik – Es geht hin zu mehr natürlichen Inhaltsstoffen und Nachhaltigkeit. Allein in den letzten beiden Jahren konnte Naturkosmetik rund 1,2 Millionen Neuverwender erreichen. Das Marktvolumen hat sich mit rund 1,3 Milliarden Euro in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Das zeigt: Es geht nicht mehr nur darum, ob man seine Haut pflegt, sondern mit was. Bitte keine Chemie, kein Mikroplastik oder Mineralöle lautet die Devise – bei Kunden und immer mehr Anbietern.

Quellen:
www.ratgeber-hautgesundheit.de/pflege/anti-aging/
www.gesundheits-lexikon.com/Maennergesundheit/Hautalterung-/Ursachen.html

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