Pflanzenhormone

Die sanfte Hilfe aus der Natur

Von Juliane Sorgenfrei · 2018

Frauen um die 50 sind heute in den besten Jahren. Nicht immer können sie diese Lebensphase unbeschwert genießen. Viele leiden unter hormonell bedingten Beschwerden, die sich vor allem im Zuge der Wechseljahre häufig einstellen. Jedoch müssen diese nicht zwangsweise hingenommen oder gar mit Hormonen behandelt werden.

Yamswurzel in einer Schale. Pflanzenhormone bei Wechseljahresbeschwerden helfen

Natürliche, in bestimmten Pflanzen vorkommende „hormonartige“ Naturstoffe, sogenannte Phytoöstrogene, können bei den typischen Beschwerden hilfreich sein. So können zum Beispiel die im Leinsamen enthaltenden Lignane Hitzewallungen und Schweißausbrüche mindern. Auch die Yamswurzel kann hier eine wertvolle Unterstützung sein. Traditionell wird die Knolle bei verschiedenen Urvölkern als wirkungsvolles Heilmittel in der Frauenheilkunde angewendet. Zu den interessantesten Inhaltsstoffen zählt das Diosgenin, welches von der Struktur dem körpereigenen Gelbkörperhormon (Progesteron) sehr ähnlich ist und einen positiven Effekt auf die hormonelle „Schieflage“ bei Wechseljahresbeschwerden ausübt. Viele Frauen möchten ihren Hormonhaushalt auf sanfte und natürliche Weise unterstützen. Phytoestrogene können eine gut verträgliche Alternative zur klassischen Hormonersatztherapie darstellen. 

Borretsch „ölt“ den Hormonhaushalt

Aus dem Samen des Gurkengewächses Borretsch wird ein Öl gewonnen, welches besonders reich an wertvollen Gamma-Linolensäuren ist. Diese liefern Bausteine, die wiederum für den weiblichen Hormonstoffwechsel, die Haut, das Nervensystem und für die Herstellung wichtiger Immunbotenstoffe von Bedeutung sind. Unter einem Mangel an Gamma-Linolensäure können sich vor allem auch im Bereich der Haut Pro­bleme zeigen – in Form von Trockenheit, Pustelbildung und Juckreiz. Die Anwendung von Borretschöl und den darin enthaltenen wertvollen Fettsäuren wirkt auf die Haut beruhigend und pflegend. Empfehlenswert ist die Kombination aus Leinsamen- und Yamswurzelextrakt sowie Borretschsamenöl. Damit lässt sich dem Alter ein Schnippchen schlagen – innerlich und äußerlich.

Quelle: IfD Allensbach, 2017

B-Komplex – ohne ihn geht nichts 

Sie sind für das Nervenkostüm und die Psyche unverzichtbar und werden daher auch „Nervenvitamine“ genannt: die Vitamine der B-Reihe. Dazu gehören zum Beispiel Folsäure, die Vitamine B1, B6 und B12 sowie Niacin. Sie liefern Power, unterstützen die Psyche und wirken Müdigkeit und Antriebslosigkeit entgegen. Vitamin C wird benötigt zur Herstellung des „Glücksstoffs“ Serotonin. Dieser körpereigene Botenstoff lässt uns positiv denken und gut schlafen. Fazit: Frauen sollten sich von den Wechseljahren nicht unterkriegen lassen. Mit den richtigen Helfern aus der Natur gelingt es noch besser, auch diesen Lebensabschnitt zu genießen.

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