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Interview

„Biosimilars sind in der Reproduktionsmedizin angekommen“

Von TEVA GmbH · 2016

Dr. Andreas Tandler-Schneider vom Fertility Center in Berlin erklärt, warum es bei der künstlichen Befruchtung nicht darum gehen darf, möglichst viele Embryonen einzusetzen, und wie Paaren eine kostengünstigere Kinderwunschtherapie ermöglicht werden kann.

Wann sollten sich Paare an ein Kinderwunschzentrum wenden? 

Wenn sich trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr über einen Zeitraum von einem Jahr hinaus keine Schwangerschaft einstellt. Paare ab einem Alter von 36 Jahren sollten sich schon nach einem halben Jahr vorstellen. Nach einem ausführlichen Gespräch geht es darum, bei Beiden mögliche medizinische Ursachen abzuklären. Bei der Frau werden insbesondere die Eierstöcke, die Gebärmutter und der Spiegel des Anti-Müller-Hormons, kurz AMH, untersucht. Letzteres ist ein wichtiger Marker zur Beurteilung der Eizellenreserven. Auf Basis der Untersuchungen wird eine individuell auf das Paar abgestimmte Therapie eingeleitet.

Wenn etwa der AMH-Wert niedrig ist, müssen Frauen sich einer Hormonbehandlung als Vorbereitung auf eine künstliche Befruchtung unterziehen … 

Richtig. Eine außerkörperliche Befruchtung, also eine In-Vitro-Fertilisation, erfordert bei 95 Prozent der Frauen eine Hormontherapie, welche die Eizellenreifung stimuliert. Der Grund: Man braucht immer mehr befruchtete Eizellen als man lebensfähige Embryonen einsetzen möchte. Andererseits plädiere ich dafür, Frauen unter 35 in den ersten Zyklen nur einen Embryo einzusetzen, um Mehrlingsschwangerschaften und somit das Risiko für Frühgeburten und Fehlbildungen zu vermeiden. Der andere Embryo kann problemlos eingefroren und im nächsten Zyklus eingesetzt werden. Die Chance ist also nicht vertan.

In der Regel sind mehrere Behandlungszyklen nötig, bis eine Schwangerschaft eintritt. Ist das nicht eine enorme finanzielle Belastung für Paare? 

In der Tat. Zwar bekommen verheiratete Paare bis zu einer gewissen Altersgrenze von den gesetzlichen Krankenkassen und in manchen Bundesländern vom Staat für drei Behandlungszyklen finanzielle Unterstützung, doch den Rest der Kosten müssen Paare selbst stemmen. Paare, welche die Voraussetzungen erst gar nicht erfüllen, tragen die Behandlungskosten komplett selbst. Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen, seit gut einem Jahr, kostengünstigere Biosimilars zur Hormonstimulation. Durch ihren Einsatz kann die Höhe des Eigenanteils gesenkt werden.

Müssen bei den günstigeren Biosimilars Abstriche gemacht werden? 

Keineswegs, denn Biosimilars sind in punc­to Qualität, Wirkung und Sicherheit nahezu identisch mit den ehemals patentgeschützten Referenzarzneimitteln. Zwar ist die biotechnologische Herstellung des follikelstimulierenden Hormons FSH ebenso sehr aufwendig und somit kostspielig, allerdings sind die Entwicklungskosten etwas geringer, als bei erstmaliger Entwicklung des Arzneimittels, weshalb Biosimilars kostengünstiger sein können. Paare können den behandelnden Arzt auf diese Alternative ansprechen, denn schließlich soll ein Kinderwunsch nicht am Geld scheitern.

Mit freundlicher Unterstützung der TEVA GmbH.

Kontakt

TEVA GmbH
Graf-Arco-Str.3
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E-Mail: info.teva-deutschland@teva.de
Web: www.teva.de

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