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Fokusinterview

„Akne ist eine chronische Krankheit“

Von Galderma Laboratorium GmbH · 2014

Seit etwa 30 Jahren ist zu beobachten, dass vermehrt Frauen ab 25 an der Spätakne „Akne tarda“ leiden. Was sie tun können, erläutert Prof. Dr. med. Harald Gollnick, Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie in Magdeburg.

Handelt es sich bei der Akne um „banale Pickel“ oder eine ernste Erkrankung?

Die Spätakne ist als chronisch-entzündliche Krankheit zu betrachten. Eher selten liegen endokrinologische Störungen wie etwa Eierstockzysten vor. Vielmehr finden wir einen Zusammenhang zu Stress und falscher Ernährung, wodurch bestimmte Wachstumshormone ausgeschüttet werden, so dass die Talgdrüsen-Aktivität stimuliert wird.

Der Weg führt direkt zum Hautarzt, richtig?

Der Schweregrad ist ein subjektives Empfinden. Aber: Wenn Entzündung und Vernarbung vorliegen, ist der Gang zum Dermatologen unerlässlich. Denn auch die psychosozialen Folgen einer schweren Akne sind erheblich und reichen von sozialem Rückzug über Depressionen bis hin zur Suizidalität. Eine Kombination von Interventions- und Erhaltungstherapie ist zwingend nötig.

Wie geht der Arzt vor?

Wichtig ist, quasi „Tabula rasa“ zu machen, das heißt zu überprüfen: Nimmt die Patientin bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, wie etwa Vitamin-B-Komplex? Akne fördernde Medikamente? Raucht sie, oder geht sie oft ins Solarium? Welche Kosmetika verwendet sie? Ein wichtiger Punkt, denn viele Kosmetikprodukte enthalten immer noch sogenannte komedogene Inhaltsstoffe, die Hautunreinheiten verursachen.

Welche Behandlungen stehen zur Verfügung?

Man muss mit Therapien arbeiten, die keine Komedogenität sowie keine allergenen Stoffe enthalten. Bei entzündlicher Akne ist eine Behandlung mit aus Vitamin-A-Säure gewonnenen Präparaten, den sogenannten Retinoiden, das beste Mittel der Wahl. Dazu gehört neben der klassischen Vitamin-A-Säure der Wirkstoff Adapalen, der oft mit Benzoylperoxid kombiniert und in Creme- oder Gelform abends aufgetragen wird. Am Mor­gen sollte die Patientin zu einer Tages-
creme greifen, die wiederum hypoallergen und nicht komedogen ist. Alternativ kann Azelainsäure genommen werden. Eine Behandlung erfordert einen langen Atem – sie kann sogar viele Jahre dauern.

Muss immer ein Antibiotikum eingesetzt werden?

Wenn Retinoid sowie Benzoylperoxid nicht ausreichen, zum Beispiel bei Knötchen- und Knotenbildung, die das Gesicht selbst, aber auch Brust und Rücken betrifft, sind Antibiotika als Tablette angebracht. Auch das Umsteigen auf ein anti-androgenes Kontrazeptivum kann Erfolge zeigen. Gelegentlich ist orales Isotretinoin notwendig.

Was kann man unterstützend tun, um sich wieder wohl in der Haut zu fühlen?

Wer raucht, sollte damit aufhören. Auch exzessiver Sport kann den Androgenspiegel im Blut erhöhen und zu Akne führen. Bei der Ernährung ist darauf zu achten, hoch gesättigte Fettsäuren und Einfach-Zucker zu vermeiden, um Insulinspitzen im Blut vorzubeugen.

Kontakt

Galderma Laboratorium GmbH
Georg-Glock-Straße 8
40474 Düsseldorf
E-Mail: patientenservice@galderma.com
Web: http://galderma.de/

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