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Interview

„Risiko für Verwachsungen reduzieren“

Von Nordic Pharma GmbH · 2017

Prof. Dr. Stefan P. Renner, Universitätsklinikum Erlangen

Prof. Dr. Stefan P. Renner, stellvertretender Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Erlangen, über den Zusammenhang von Verwachsungen und Unfruchtbarkeit sowie Präventionsmaßnahmen.

Wie kommt es zu Verwachsungen?

Häufigster Grund sind Verletzungen bei chirurgischen Eingriffen im Bauch- und Beckenraum. Verwachsungen sind eine natürliche Reaktion der Wundheilung. Sie können aber auch in der Gebärmutterhöhle nach der Entfernung von Myomen oder einer Ausschabung entstehen. Ursächlich kann aber auch eine Entzündung im Bauchraum oder Endometriose-Erkrankung sein. 

Was hat das für Folgen?

Die meisten Verwachsungen sind harmlos und verursachen keinerlei Beschwerden. Sie können jedoch im Bereich der inneren Genitale, sprich Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter, zu chronischen Unterleibsschmerzen und Unfruchtbarkeit führen. Schätzungsweise ist über ein Drittel der Fälle sekundärer Unfruchtbarkeit auf sogenannte Adhäsionen zurückzuführen. Sie können per Bauchspiegelung entfernt werden. Bei einigen Frauen erfüllt sich dann der Kinderwunsch, allerdings können auch bei diesem Eingriff neue Verwachsungen entstehen.

Können OP-bedingte Verwachsungen verhindert werden?

Seit einiger Zeit stehen hier flüssige und feste Adhäsionsbarrieren zur Verfügung, die in der kritischen Zeit, also vier bis fünf Tage nach der OP, das Verklebungs- und Verwachsungsrisiko senken. So gibt es etwa ein Hyaluronsäure-Gel, das während der Operation auf die frischen Wundränder aufgetragen wird und dessen Wirksamkeit in Studien belegt ist. Ob und welche Methode zum Einsatz kommt, ist immer eine Einzelfallentscheidung und sollte mit der Patientin durchaus diskutiert werden.

Kontakt

Nordic Pharma GmbH
Fraunhoferstraße 4
85737 Ismaning
Telefon: +49 - (0)89 - 88 96 90 68 0
E-Mail: info@nordicpharma.de
Web: www.verwachsungs-info.de

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