Brustkrebs

Früherkennung erhöht Heilungschancen

Von Katja Müller · 2016

Die Mammografie gilt als beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs.

Krebs war 2014 die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, so das Statistische Bundesamt. Für Frauen ist vor allem Brustkrebs ein ernstes Thema: Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellshaft wird die Diagnose „Mammakarzinom“ rund 70.000 Mal pro Jahr gestellt.

Etwa jede achte Frau erkrankt laut Deutscher Krebsgesellschaft im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Risikofaktoren sind unter anderem hormonelles Ungleichgewicht, Tabak- und Alkoholkonsum, fettreiche Ernährung, Übergewicht sowie Bewegungsmangel. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, erst ab etwa 70 Jahren sinkt es wieder. Zu Beginn merkt Frau oft nichts von dem Karzinom. Im weiteren Krankheitsverlauf können jedoch Symptome wie Knochenschmerzen, schwere Atmung oder Gewichtsverlust auftreten. Insbesondere Frauen, die zu einer Risikogruppe gehören, sollten ihren Körper genau beobachten. Nicht jede Veränderung der Brust ist ein Anzeichen für Krebs, doch Knoten, Schwellungen der Achselhöhle oder Hautauffälligkeiten können erste Hinweise sein und durch regelmäßiges Abtasten bemerkt werden. Frauen zwischen 30 und 49 Jahren haben zudem die Möglichkeit, ihre Brust einmal jährlich vom Frauenarzt untersuchen zu lassen. Wer zwischen 50 und 69 Jahren alt ist, erhält zudem alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammografie-Screening, einer Röntgenuntersuchung der Brust.

Auf die Patientin abgestimmte Behandlungsmethoden

Frühuntersuchungen beugen Brustkrebs jedoch nicht vor, sie entdecken ihn nur. Studien legen aber nahe, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko minimieren kann. So ergab eine Analyse der Universität Harvard, dass Frauen, die als junge Erwachsene viele Ballaststoffe zu sich nehmen, ein niedrigeres Erkrankungsrisiko haben. Dennoch kann die regelmäßige Vorsorge helfen, den Krebs rechtzeitig zu erkennen. Das verbessert die Heilungschancen, denn in einem frühen Stadium kann der Tumor am ehesten vollständig zerstört werden. Die Behandlungsmethoden sind vielfältig und werden teils kombiniert: Die Palette reicht von der operativen Entfernung des Tumors über Bestrahlung, Hormon- und Chemotherapie bis zu verschiedenen molekularbiologischen Ansätzen. Auch eine Amputation der Brust kann infrage kommen, doch zum Glück können die Plastische Chirurgie und spezielle „Hilfsmittel“ Frauen wieder zu mehr Weiblichkeit verhelfen. 

Array
(
    [micrositeID] => 26
    [micro_portalID] => 26
    [micro_name] => Frauengesundheit
    [micro_image] => 1291
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1463586186
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1476097554
    [micro_cID] => 890
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)