Akne

Die eigene Haut retten

Von Mark Krüger · 2014

Eine klärende Maske allein hilft oftmals nicht bei Pickeln.

Die Hautkrankheit Nummer eins betrifft die allermeisten Teenager. Aber auch viele erwachsene Frauen müssen sich mit Pickeln herumschlagen, die oftmals erst nach dem 25. Lebensjahr auftreten. Das Problem an der Wurzel zu packen ist gar nicht so einfach, denn die Ursachen für Akne können vielfältig sein.

Als Teenager Pickel zu haben, ist normal: 80 bis 95 Prozent aller Jugendlichen leiden unter den lästigen Pusteln, und zwar Mädchen und Jungen gleichermaßen. Doch schon bei der verbreiteten „Acne vulgaris“ zeigen sich die verschiedenen Gesichter dieser so häufigen Hauterkrankung. Bei der einen Ausprägung treten vor allem Mitesser auf (Acne comedonica), bei einer anderen äußert sich die Akne durch entzündete Papeln und Pusten (Acne papulopustolosa). Sehr aggressiv ist wiederum die „Acne conglobata“, bei der sich Knötchen, Abszesse, Krusten und Narben bilden. Ist die Pubertät vorbei, wird es dann schwieriger, eine Ursache zu finden. Abzuklären wäre hier zunächst, ob irgendwelche Umwelteinflüsse zur Pickelbildung führen. Typische Auslöser können bestimmte Kosmetikprodukte, Kontakt mit Chemikalien, Medikamente oder auch uv-Strahlung sein.

Pickel und Mitesser – eine Frauenkrankheit?

Tritt die Akne nach dem 25. Lebensjahr auf, wird sie als „Acne tarda“ oder Spätakne bezeichnet. Wird sie diagnostiziert, müssen sich die Betroffenen auf einen langen Weg der Besserung einstellen, denn sie lässt sich in den meisten Fällen nicht ohne Weiteres abschütteln. Bemerkenswert ist, dass vor allem Frauen an der Spätakne erkranken – etwa vier Mal so oft wie Männer. Die geeignete Behandlungsmethode zu finden ist erst einmal nicht einfach. Der Dermatologe ist hier gefordert, sich ein genaues Bild vom Lebensstil seiner Patientin zu machen. Faktoren wie Rauchen, Essgewohnheiten sowie Kosmetika spielen eine wichtige Rolle. Es wird davon ausgegangen, dass jede vierte Frau zwischen 25 und 45 Jahren an der Pickelkrankheit leidet – Tendenz steigend. Warum die Spätakne in den vergangenen 30 Jahren vermehrt auftritt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Allerdings wird vermutet, dass der Lebenswandel in den Industrie­nationen dazu beträgt: Ernährung, Genussmittel, „Überpflege“ der Haut. Auch Hormonschwankungen treten bei Frauen häufiger auf als früher, etwa durch häufigeres Wechseln der „Pille“.

Die Hautkiller: Stress und Adrenalin

Neueste Erkenntnisse wollen belegen, dass „Akne tarda“ durch Stress begünstigt wird. Professor William J. Cunliffe, einer der weltweit führenden Akne-Experten, fand jüngst im Rahmen von Studien heraus, dass besonders Frauen in stressigen Berufen und unter permanenter Anspannung von der Hauterkrankung betroffen sind. Die Folge sei eine vermehrte Produktion männlicher Hormone beziehungsweise Androgene, deren Wirkung auf das Hautgewebe durch Adrenalin verstärkt wird. Daraus lässt sich schließen, dass die körperliche Verfassung zwar eine maßgebliche Rolle spielt – aber seelisches Leiden ebenfalls.

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